Visual Klinik Ingelheim

Achalasie

Die Achalasie ist eine seltenere Erkrankung der Speiseröhre, die zu den sog. Funktionsstörungen gerechnet wird. Die genauen Ursachen sind noch nicht bekannt, es kommt jedoch am Übergang von der nervalen Steuerung der Speiseröhrenbewegungen zur muskulären Ausführung der Steuerbefehle zu einer Störung. Hierdurch erschlafft die in Dauerengstellung befindliche Muskulatur vor allem der unteren Speiseröhre nicht, wenn eine Speiseportion in den Magen transportiert werden soll. In seltenen Fällen gibt es auch ungeordnete Aktionen der gesamten Speiseröhrenmuskulatur bis hin zu schmerzhaften Krämpfen. Bei den meisten Patienten beschränkt sich die Störung jedoch auf die untere Speiseröhre. Die Folge sind Schluckbeschwerden, die im Laufe der Zeit zu einer Ausweitung der oberen und mittleren Speiseröhre führen, in der dann feste Nahrung tagelang liegen bleiben kann. Nur wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt wird, kann sich die Erweiterung noch zurückbilden.

Als erste Behandlungsmaßnahme sollte immer eine endoskopische Dehnung erfolgen. Hierbei wird die Speiseröhre durch einen länglichen Ballon, der auf ein Endoskop aufgesetzt ist, für wenige Minuten stark gedehnt.

Sollte nach der zweiten Dehnung keine dauerhafte Besserung erfolgen, ist ein operativer Eingriff ratsam. Bei der laparoskopischen Methode wird die Muskulatur der unteren Speiseröhre bis in den Mageneingang hinein gespalten und so die funktionelle Engstellung aufgehoben. Die Abdeckung des so entstandenen Defektes erfolgt bei uns durch Aufsteppen der Magenvorderwand. Dies dient auch der Verhinderung eines sauren Reflux aus dem Magen.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Christof Brammer

Chefarzt
Krankenhaus Ingelheim
Turnerstraße 23
55218 Ingelheim am Rhein
T (06132) 785 764
F (06132) 785 888

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