Visual Klinik Ingelheim

9. Februar 2018

Mit dem „Mega-Code“ Leben retten

Ärzte und Pfleger aus dem Krankenhaus Ingelheim trainieren für den Notfall.

Ein Mensch bricht leblos zusammen, es ist kein Puls zu fühlen – jetzt kommt es auf jede Sekunde an! Je früher die richtigen Reanimations-Maßnahmen eingeleitet werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Betroffene ohne größere Schäden wiederbelebt werden kann. Damit im Fall der Fälle jeder Handgriff sitzt, bietet das Krankenhaus Ingelheim bereits seit vielen Jahren für seine Mitarbeiter regelmäßig entsprechende Fortbildungsveranstaltungen an. Vor Kurzem trainierten 15 Ärzte und Pflegekräfte der Intensivstation, der Ambulanzen und der Anästhesie des Krankenhauses im sogenannten Mega-Code-Training unter realistischen Bedingungen, was im Fall einer Herz-Lungen-Wiederbelebung, der sogenannten kardiopulmonalen Reanimation, zu tun ist.


Patienten und Mitarbeiter profitieren gleichermaßen

„Unter ‚Mega-Code‘ verstehen wir das Zusammenspiel des gesamten Notfallteams nach standardisierten Behandlungsabläufen in der Reanimation“, erklärt der Anästhesiepfleger und erfahrene Mega-Code-Trainer Norbert Palmes. „Im akuten Notfall zählt jede Sekunde. Das erfordert schnelles und aufeinander abgestimmtes Handeln der Ärzte und Pfleger gleichermaßen. Nur wenn jeder aus dem FF weiß, was zu tun ist, kann der Patient optimal versorgt und die Zeit des Herz-Kreislauf-Stillstandes auf ein Minimum reduziert werden.“ „Dafür ist regelmäßiges Üben wichtig“, ergänzt Dr. med. Tim Drescher, Oberarzt der Anästhesie und ebenfalls Mega-Code-Trainer am Krankenhaus Ingelheim. „Nur wenn etwas kontinuierlich geübt und wiederholt wird, geht es in Fleisch und Blut über. So können die beteiligten Ärzte und Pfleger auch in Stress-Situation wie einem Herz-Kreislauf-Stillstand besonnenen handeln. Von dem lückenlosen Teamwork profitieren das medizinische Personal und der Patient gleichermaßen.“

Realistische Bedingungen Dank lebensechter Trainingspuppe

Neben der regelmäßigen Übung sind auch realistische Trainingsbedingungen ein entscheidendes Kriterium für die erfolgreiche Wiederbelebung eines Patienten. Deshalb kommt bei den Mega-Code-Übungen im Trainingszentrum des Diakoniekrankenhauses eine spezielle computergesteuerte Trainingspuppe zum Einsatz. „Diese kann nicht nur unterschiedliche Vitalfunktionsstörungen simulieren, sondern reagiert auch auf echte medizinische Geräte und die Gabe von Medikamenten“, erklärt Norbert Palmes. „Im Rahmen des Trainings agieren die Teilnehmer mit einem echten Defibrillator, setzen echte Beatmungsgeräte ein, messen den Blutdruck der Puppe, geben Medikamente und üben das Freihalten der Atemwege“, ergänzt Dr. Drescher.


Training auch für externe Arztpraxen

Aufgrund der großen Wichtigkeit derartiger Trainings bietet das Krankenhaus Ingelheim spezielle Module auch für Mitarbeiter von Arztpraxen, Altenheimen, Gesundheitszentren, Pflegediensten, etc. an. Nach Absprache können verschiedene Schwerpunkte für die unterschiedlichsten Berufsgruppen angeboten werden: Einfache und erweiterte lebensrettende Sofortmaßnahmen sowie spezielle Module hinsichtlich Defibrillatoreneinsatz oder Herzrhythmusstörungen. Interessierte können sich gerne an Norbert Palmes wenden (Kotaktaufnahme telefonisch: 06132/785785).

Bildquelle Foto: Krankenhaus Ingelheim

Das Krankenhaus Ingelheim ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit 133 Planbetten in Trägerschaft der Universitätsmedizin Mainz und der Stadt Ingelheim.

Weitere Informationen finden Sie unter www.krankenhaus-ingelheim.de.

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